Von wegen abgefallen

Wenn ich hier von Gott bzw. vom Vater, von göttlichen Gesetzen, von Christus und von spirituellen Dimensionen schreibe, so sind diese meine persönlichen Sichtweisen und Erfahrungen. Ich bin ein freier, unabhängiger, spiritueller Mensch, bin kein Mitglied einer irdischen religiösen Sekte, Institution oder Kirche, ich respektiere sie alle sowie jeden einzelnen Menschen in der Individualität seines Denkens, Glaubens, Sprechens und Handelns. Auch wenn ich hier Quellen verwende von bestimmten Mystikern oder Gläubigen, so sind diese keinerlei Hinweise für eine Christliche Guppierung oder Bewegung, deren ich angehöre, sondern sollen lediglich ihres theologischen Wertes wegen hier aufgeführt sein.

Ich möchte all denen meine Erfahrung und mein Wissen mitteilen, die sich darüber Gedanken machen wie es nach ihrem Austritt aus der "Kirche Jesu Christi, der Heiligen der Letzten Tage", im spirituellen Leben weitergeht.

Ich denke, es ist nicht gut eine Glaubensgemeinschaft schlecht zu machen, genauso, wie es ja auch nicht schön ist, über einen Menschen nach einer Trennung herzuziehen. Aller Fluch, aber auch aller Segen kommt auf einen selber zurück - was wir säen, dass werden wir ernten! Aggressionen sind menschlich und lassen sich bei einer Trennung nicht vermeiden. Die Frage ist nur, in welcher Form wir den Aggressionen Ausdruck geben und wie wir sie innerlich verarbeiten. Das Evangelium ist etwas sehr Wertvolles und Aufbauendes, besonders dann, wenn wir uns der persönlichen Beziehung zu Jesus öffnen.Dazu gehört auch, andere um Verzeihung zu bitten oder ihnen zu vergeben, was sie uns angetan haben. Dann sind wir frei und können das Abenteuer des Lebens mit neuer Freude auf uns nehmen.

"Lasset den Ärger von eurer Seele, denn er verunreinigt das Herz." J.Lorber, Gr.Ev. 8,124 1.1.


Selbstverantwortung

Irgendwann muss jeder Christ seinen persönlichen Weg finden - sich der persönlichen Führung Jesu bewusst werden. Wir haben Verantwortung für unsere Entscheidungen und Gefühle und schließlich auch für die daraus resultierenden Folgen. Schuldzuweisung ist psychologisch einfach, die Beschäftigung mit den eigenen Problemen, aber auf der falschen Seite! Das Problem liegt nicht Wo Anders, sondern viel mehr in uns und unserer Persönlichkeitsstruktur. Niemand befindet sich irgendwo einfach grundlos. Die Umgebung und damit auch die Personentypen um uns herum weisen in ihrer Strukturierung immer Parallelen (Berührungspunkte) zu uns selbst auf. Wo wir auch hinschauen, erkennen, oder urteilen, da können wir je nach emotionaler Beteiligung (Ärger, Freude usw.), in den Spiegel der Selbsterkenntnis schauen.

"Die leben in Weisheit, die sich in allem sehen und alles in sich." Bhagavad Gita 1.2.

Das Schwarz /Weißzeugnis - lieber Farbe bekennen! Es gibt das Schwarz, - Weiß - Denken, so nach dem Motto: Entweder ist alles richtig, oder alles falsch! Dazu ist die Welt jedoch viel zu unvollkommen beschaffen. Dazu sind wir Menschen - auch die Propheten - mit viel zu vielen Schwächen behaftet, als wie, dass wir Anspruch auf Vollkommenheit, in welcher Sache auch immer, erheben könnten. Die Wahrheit ist so groß, dass wir sie bis in Alle Ewigkeit nicht erfassen werden können, denn wo wäre sonst Ewiger Fortschritt oder wo Ewiges Wachstum? Wichtiger ist es, Tolerant zu sein gegenüber andersdenkende Menschen - das bedeutet gerade für Christen heute wieder eine Herausforderung.

Die Kirche Jesu Christi .....und Du?

.....sind äußere Zeremonien bei der HLT-Kiche noch so ungewöhnlich oder gar freimaurerisch - steckt wahre Liebe dahinter, so nimmt Gott diese Liebe an und beantwortet sie mit Segen! Er schaut auf die Motive und den guten Willen. Nicht die Ergebnisse will Gott sehen, sondern unsere innere Bereitschaft. Hier gilt: "Urteilt nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet!"

"Siehst Du nicht den Balken in Deinem Auge? Entferne zuerst diesen, dann gehe in Liebe und Demut zu deinem Nächsten und begleite ihn, bis er seinen Stachel im Glanze Deiner Augen selber erkennt und ihn selber loswerden will. Reiße ihm den Stachel nicht mit Gewalt aus dem Auge, denn dieser ward ihm zum Segen bis heute. Doch wenn er Dich bittet um deine Hilfe, dann ziehe du in Demut seine Last, auf dass er dann voll des Dankes ist, über des ewgen Gottes Lieb und Gnad!"

Jonas Daum, 1995

Bevor man aus der Kirche austritt, sollte man sich Gedanken darüber machen, wie es weitergeht. Ich sage immer: "Lieber wäre so manch einer in dieser oder jener Gemeinschaft geblieben, als wie dass er ohne festen Halt im christlichen Glauben weitergeht!" Jeder Christ muss sich heute fragen, wo er festen Halt hat, wenn alles um ihn herum, das Kartenhaus unserer Gedanken und Gefühle bzw. unserer Überzeugungen und Beziehungen zusammenbricht.

Die "Kirche Jesu Christi, der Heiligen der Letzten Tage" hat mit all ihren positiven und negativen Seiten zu viel Macht - bzw. jedes Mitglied lässt diese Macht an sich freiwillig vollziehen. Bewusst ist es wohl kaum jemanden, denn es besteht ja offensichtlich auch keine Gefahr Schiffbruch zu erleiden, solange man das tut, jenes tut, dies tut usw. Die HLT-Kirche wirkt auf mich wie das Kind, dass sagt: "Ich brauche keine Eltern mehr" oder "Ich habe keine Eltern - ich bin direkt aus Gott geboren und deshalb heilig!", wohingegen die meisten anderen christlichen Kirchen bildlich gesehen die Kinder sind, die erwachsen geworden sind und ihren eigenen Weg in der Glaubensausübung gefunden haben. Sie gehen heute sogar im Verband der Ökumene, auf ihre Glaubensmutter (die Katholischen Kirche) wieder aufeinander zu. Mir kommt es vor, als wenn unsere alte, gebrechliche Glaubensmutter (Die Katholische Kirche), durch ihre Fehler gelernt hat und Heilung sucht, wohingegen die sog. Wiederhergestellte Urkirche, die HLT´s, immer noch die Nase in den Himmel hebt! Hoffentlich gelingt der HLT-Kirche niemals so viel politische Macht zu gewinnen, wie es die Katholische Kirche in vergangener Zeit hatte und ohne Zweifel missbraucht hat.

Über die HLT-Kirche, durch den Mystiker Jakob Lorber, am 24. November 1840:

"Also sehet, wer sich "heilig" nennt, wenn auch um Meines Namens willen, der verherrlicht nicht Meinen Namen, sondern er tut nur also, auf dass sein Name möchte verherrlicht werden durch den Meinen. Und wenn er auch preiset Meinen Namen, so preiset er ihn vielmehr darum, dass er selbst Ehre und Heiligkeit für sich finden möchte durch die Preisung der Heiligkeit Meines Namens. - Sehet, solche "Heilige" stehen mir nicht wohl zu Gesicht!

Die aber schon meinen, Mich gefunden zu haben, und sich darob "Heilige" nennen und nach Amerika wandern, (Anmerkung: oder in den Tempel gehen), um Mich gleichsam besser verwahren zu können, wahrlich, die haben noch wenig Festigkeit und werden sich in Amerika sicher noch weniger finden. Denn wer da sich schon fürchtet, in seiner angewohnten Heimat weltlich vom Geiste abgezogen zu werden, wie wird der wohl bestehen in einem fremden Weltteil, wo ihn tausend Merkwürdigkeiten und Bedürfnisse treffen werden!?

Was aber die "letzten Tage" betrifft, so habt ihr mit dem "Ende aller Zeiten" nichts zu schaffen, sondern nur mit der Zeit, in der ihr lebet. Denn das ist eines jeglichen "letzte Zeit" - Darum wachet in dieser und seid emsig in der Liebe, damit diese Himmelskraft euer Anteil werde ewig! - Amen."

Jakob Lorber, HG1, 222, 3, 6, 8

Was den "Druck" in der HLT-Kirche betrifft, so ist dieser auf keinen Fall selbstinduziert, sondern hat seine Wurzeln direkt in der Kirche und ihrer straffen Organisation. Selbst wenn der Druck nicht von "Oben" kommen sollte, dann schafft die Kirche zumindest die optimale Bedingungen dafür, dass immer wieder Mitglieder sich unter Druck gesetzt fühlen. Das hat viel mit der kirchentypischen "Erklimmungslehre" für das Himmelreich zu tun und mit der extremen Genauigkeit einzelner Mitglieder. Extreme Verhaltensweisen kommen nicht einfach so ohne Grund gehäuft vor, sondern haben ihren Ursprung direkt in der Persönlichkeitsstruktur der Kirche. Das schlechte Gewissen, das die Kirche durch ihre Dogmatik und oft auch durch tyrannisierende Mitglieder vermittelt, ist unchristlich und unreif - auch wenn dies aus augenscheinlich gütigen und liebevollem Verständnis entspringt. Aber zugegeben: Dies ist menschlich.

Letzten Endes kommt es auf das Motiv an! Die Motive sind meist besser, als der vermutete Grund. Das Motiv der Mitglieder, zur Aussage: "Das ist die einzig wahre Kirche!", entspringt meistens edleren Motiven: z.B., "Ich will dazugehören!", Oder tatsächlich der Überzeugung, dass man hier etwas hat, was alle haben müssen - Übereifer,..... als wie das Problem in/mit dieser Aussage an sich! Das wirkliche Problem ist der "Exklusivanspruch" oder einfach: "Hochmut" - richtig legitimierter Hochmut und liegt ähnlich wie die Erbsünde durch Adam schon mit in dieser Aussage. Das hatte seinen Anfang schon bei Joseph Smith und ganzheitlich betrachtet sogar schon bei Adam und führt uns schließlich zum Hochmutsfall von Satan. Die Aussage: "Dies ist die einzigst wahre Kirche!" wirkt auf andere Christen, wie ein Schlag ins Gesicht! Vielleicht denken die Mormonen, dass folgende Aussage nur für diejenigen gilt, die in den "falschen Kirchen" sind: "Wenn euch einer auf die linke Backe schlägt, so haltet ihm auch die rechte hin!". Vielleicht erwarten die Mormonen von den anderen Christen diese Haltung, geduldig Schläge einzukassieren. Diese zu tolerieren halten sie jedoch nicht für nötig!

"Aber eine Kirche, die sich nur segnet und alles andere verfluchet, ist wie ein Geizhals, der allen den Tod wünscht, damit er aller Habe habhaft werden möchte. Es wird aber ein Ramel eher durch ein Nadelloch traben als ein solcher "Geizhals" in den Himmel".

Jakob Lorber, HG1, 335, die Wahre Kirche?

Von der Organisierten "Kirche Jesu Christi, der Heiligen der Letzten Tage", getragen und geborgen, wird man als Christ unfähig gemacht, selbständig sein christliches Leben mit all den üblichen Bedürfnissen in die Hand zu nehmen. Man wird sprichwörtlich verwöhnt und gleichzeitig emotional abhängig gemacht. Nicht selten kommt die erste Glaubenseuphorie, wenn man sich zum Christlichen Glauben bekennt, günstig. Man ist dann bereit, "alles zu tun, was dem Herrn wohlgefällig ist". Das gesunde, kritische Denkvermögen setzt oft trotz guten Willen aus - ähnlich wie bei Verliebten. Das selbe Glaubensbekenntnis, ähnliche Probleme in der Gesellschaft als Außenseiter - auch im Christentum - das bindet einander und sorgt für ein starkes, gemeinschaftliches Erleben.

Sobald aber die persönliche Beziehung zu Jesus unter das gemeinschaftliche Erleben rutscht, passiert es dann auch, dass man den Boden unter den Füßen verliert, wenn die Gemeinschaft fehlt.

Die Frage ist also: Welchen Stellenwert hat Jesus für mich und welchen die Gemeinde. Schenken wir Ihm unser tiefstes Vertrauen? Haben wir vergessen, was Jesus möchte? Möchte er nicht viel eher ganz natürliche Gemeinschaften? - "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen!"? Bibel

Abgrenzung aufgrund theologischer und moralischer Unterschiede, lässt Intoleranz und Eigenbrödelei vermuten - oder ist ganz einfach Ausdruck von Hochmut.

Wo finde ich Begleitung? Wo Halt, wenn alles um mich herum zerbricht?

Meine Antwort ist einfach: Bei Jesus, denn......

"Er ist es, der mich begleitet hat durch alles hindurch. Er blieb mir treu. Als ich ihn ergriffen habe in meinem Herzen und in der Tat, da zog es ihn mit ganzer Gewalt zu mir. Ich ringe darum, dass er bleibt. Wo Liebe ist, da kann Jesus nicht anders als wie antworten: "Hier bin ich, habe keine Angst!!"

Anleitung für ein spirituelles Leben in Christus

1. Jesus und ich

Ich will Gott nicht "beweisen"! Das kann ich nicht! Als Beweis gilt etwas, das ich mit den Sinnen des Körpers erfassen kann: Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Tasten (praktischer Beweis), oder das ich mit der Logik unseres Verstandes "schlüssig" darlegen kann (theoretischer Beweis). Doch Gott ist Geist! Und das Geistige kann unser Körper - auch der Verstand gehört zum Körper - nicht erfassen. Es fehlt ihm der Sinn dafür. Das kann nur unsere Seele, unser "Gefühl", und das aus gutem Grund. Die Seele bzw. der Geist des Menschen lässt sich sogar beweisen. Doch das ist eine andere Sache. So soll mein Bericht niemanden zu Gott überreden, doch soll sie diejenigen, die an Gott glauben oder glauben möchten, zur Liebe überreden.

Denn Gott ist Liebe!

Keine menschliche Liebe, auch keine sehr vollkommene. Eine für uns in ihrer ganzen Tragweite unvorstellbare Liebe, absolut, ohne jede Einschränkung und für alle Ewigkeit. Eine Liebe, die größer ist als unser Denken und Fühlen, eine Liebe, die in keine unserer "Schubladen" passt und die Gott doch für uns "kalkulierbar" macht. Es ist so einfach: Wenn wir uns nicht von Gott führen lassen wollen, dann führt Er uns auch nicht, kann uns nicht führen, weil Er unseren Willen respektiert! Wir können allen Lastern dieser Welt fröhnen, können uns besaufen und vollfressen, Geldgier, Geiz und Hurerei und sonst noch alles tun, was "Gott verboten" hat. Das sind doch keine Versuchungen Gottes, das ist unsere Freiheit, die Gott - sicherlich schweren Herzens - respektiert. Doch wir können uns auch von Gott führen lassen, können jeden Morgen sagen: "Dein Wille geschehe, gib mir die Kraft, stets Deinen Willen zu tun."

Beten ist ohnehin mehr, als wir gemeinhin dafür halten! Jeder gute Gedanke ist ein Gebet, jede Freude mit Gott geteilt, ist ein Gebet! Er wartet auf unser Glück. Wann lassen wir Ihn daran teilhaben? Jede Blume, jeder Grashalm wird dann zum Wunder Gottes, jeder Baum, jeder Schmetterling trägt das Antlitz Gottes und aus jedem Kind schauen uns Seine Augen an!

2. Gemeinschaft zu anderen Menschen

Die meisten Menschen sind auf feste Formen angewiesen, brauchen die Gemeinschaft, die Sicherheit der anderen. Wir werden immer noch beherrscht von Trägheit, und ohne feste Gewohnheiten verliert sich manches im Sande. So kommen auch nur wenige ohne festen Ritus aus, nur wenige sind stark genug, sich der "Trägheit des Fleisches" zu widersetzen! Und viele, die guten Willens sind, aber meinen, sie könnten alles alleine, finden sich oft nur allzuschnell in der Gruppe der "Lauen" wieder. Zu schnell verwischen Alltagstrott und weltliche Sorgen wie Freuden das Gesicht Gottes in uns, bis es oft zur Unkenntlichkeit verblasst!

Gerade darum wäre es so wichtig, dass sich die Religionen und religiösen Gemeinschaften nicht gegeneinander abschotten und mit unzähligen Dogmen unüberwindliche Hindernisse aufbauen.

"Alle Religionen der Welt sind notwendig, denn stets gibt es Menschen, die deren jeweilige Lehre benötigen .... Jede Glaubensrichtung erfüllt spirituelle Bedürfnisse, denen andere Kirchen womöglich nicht gerecht werden. Keine Kirche kann jedermanns Bedürfnisse auf allen Ebenen erfüllen ..... Es gibt in der Tat ein vollkommenes Verständnis der Frohen Botschaft, doch die meisten Menschen werden es hier auf Erden nicht erlangen. Um ihre ganze Wahrheit zu erfassen, müssen wir dem Geist lauschen und unser Ego loslassen".

Betty Eadie, Licht am Ende des Lebens, Knaur-Taschenbücher

Die vielbeschworene Einheit der Christen wird nicht dadurch zustande kommen, dass jeder alles über Bord wirft, bis einer in seiner Nacktheit dem anderen gleicht. Sie kennen vielleicht den Traum, wo ein tiefer Graben den Menschen den Zutritt zur Kirche unmöglich macht. Der Pfarrer sinnt lange über eine Lösung nach, dann beginnt er, den Graben aufzufüllen, zuerst mit den Kirchenbänken, dann mit den Altären, Bildern und Statuen, und als das immer noch nicht reicht, mit den Heiligen Gegenständen und zum Schluss mit dem Kreuz. Nun ist der Graben aufgefüllt, die Leute können wieder in die Kirche und der Pfarrer atmet auf; doch die Menschen sind enttäuscht. Was sollen sie auch hier, es ist ja alles leer, und so verlassen sie die Kirche wieder.

So geht's nicht.

Es kann nur dann gelingen, wenn jeder seinen Weg geht, jeder seinen Glauben behält und ihn ausschmückt und gestaltet, wie es ihm gefällt, aber jeden anderen Weg als gleichwertig toleriert. Wenn er jeden anderen Glauben neben sich stehen lassen kann ohne Herablassung und Stolz. Wir sind alle verschieden. Gott will nicht, dass wir alle gleich werden - ein einziger Mensch hätte Ihm sonst genügt. Er will, dass jeder seinen Weg geht und alle anderen ihre Wege gehen lässt. Wenn solcherart Frieden herrscht, dann wird Gott jeden Weg so führen, dass er bei Ihm endet!

Diese Toleranz der Religionen untereinander, und allem voran innerhalb der Gemeinschaften, ist absolute Vorbedingung für Frieden!

Das Ziel muss Gott sein und Seine Liebe; dann kann doch jeder das Vater unser mit beten, auch wenn er von Heiligen und Engeln und vielleicht auch von Gott andere Vorstellungen hat. Auch wenn er an einer anderen Stelle seines Glaubensweges steht wie wir. Sind schon die Wege verschieden.... Wie bitte? Ja ich weiß sehr wohl, dass Jesus sagt: "Ich bin der Weg..", aber den ist Er für jeden anders! Das ist ja gerade das Großartige an Gott! Bei Ihm gibt es keine "Schubladen", eine für Katholiken, eine für Evangelische, eine für Mormonen, eine für.... Bei Ihm gibt es nur Sie und mich und jeden Menschen einzeln! Und sind schon unsere Wege verschieden, so steht auch noch jeder an einem anderen Punkt. (Gott steht aber auf allen Punkten). Morgen kann er mich vielleicht verstehen, wenn er über den Berg drüber ist, der ihm heute noch die Sicht versperrt. Und vielleicht kann ich in einigen Jahren meinen Nachbarn verstehen, wenn ich die Erfahrungen machen durfte, die er schon lange hinter sich hat.

Jesus sagt: "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!" Er sagt doch nicht: "Zeig´ ihm, wie´s geht, mach´ ihn dir gleich, bring´ ihn auf Deinen Weg, zieh´ ihm Deine Schuhe an..."

"Großer Geist gib, dass ich meinen Nachbarn nicht eher tadle, als bis ich eine Meile in seinen Mokassins gewandert bin", so lautet es bei den Indianern. Haben die Ihn besser verstanden? Egal, in welchen Mokassins der andere kommt, wir können ihn doch mitgehen lassen, können selbst mit ihm gehen und vor allem mit ihm beten! Es ist so wichtig, dass wir beten, gerade auch gemeinsam beten.

Es gibt nichts, was mehr zusammenschweißt, als gemeinsames Gebet in einer Gemeinde, im Freundeskreis und gerade auch in der Familie. Eine Familie, die gemeinsam betet, geht nicht auseinander! Doch jede glückliche und gottgeschenkte Stunde ist eine religiöse Feier, für jede Freude gedankt ist ein Gebet, und jedes liebe Wort, jede gute Tat, jeder liebevolle Gedanke ist ein Sakrament der Liebe!

3. Erkenntnisse und Glaubensbekenntnisse! Dogmen!?

"Wenn ihr Gott liebt, so wollet Ihn erkennen, denn ihr könnt nicht lieben, was ihr nicht kennt! Ansonsten wäre eure Liebe eine blinde Liebe, wie sie bei Verliebten vonnöten ist. Wollt ihr mich aber wirklich lieben, so müsst ihr mich erkennen, wie ihr auch euren Partner richtig kennen müsst, um ihn in der wahren Liebe gerecht werden zu können.

In dem, was ihr denkt und was ihr glaubt, seid nicht der Meinung, dass alle Menschen so wie ihr erkennen, was ihr erkannt. Im Lichte der Wahrheit kann ein jeder nur so weit schauen, wie es für den Suchenden auch zuträglich ist. Die ganze Wahrheit könnt ihr nicht ertragen. Erkennet Schritt für Schritt und habt Freude an den Erkenntnissen eurer Mitmenschen - seinen sie in euren Augen auch falsch, doch wenn sie jemanden zu mehr Liebe bewegen, dann hütet euch, ihm diese Liebe zu zerstören, denn es steht geschrieben: "Du sollst nicht töten!".

Jonas Daum, September 1999

Und nun versetzten wir uns einmal in Gottes Lage: Da schickt Er Jesus auf die Welt, nur um uns den Himmel zu öffnen. Eine Lehre, gewissermassen die Wegbeschreibung, lässt Er dann viele Jahrzehnte später erst unter "Aufsicht" und "Eingabe" des Heiligen Geistes niederschreiben - und macht sie dann so kompliziert, dass ein ganzes Heer von Tausenden von Theologen zwanzig Jahrhunderte daran arbeiten muss, um sie uns zu erkären? Für wie dumm halten wir Gott eigentlich? Da kann doch etwas nicht stimmen! Bereits die Juden-Christen lehnten die erste griechische Übersetzung ab, weil sie mit dem Hebräischen nicht übereinstimmte!

Jeder nimmt sich das heraus, was ihm gefällt, lässt weg, was ihm unwichtig oder unrichtig erscheint, korrigiert, interpretiert, manipuliert! Als der Hl.Hieronymus vom damaligen Papst Damasus im 4. Jahrhundert den Auftrag erhielt, eine allgemeingültige Version der Schriften des Neuen Testamentes zu erarbeiten, wurden ihm alle bis dahin bekannten Abschriften vorgelegt, ungefähr zweihundert. Daraufhin lehnte er den Auftrag zunächst mit der Begründung ab: "Wo soll ich Wahrheit finden, wenn das, was die Wahrheit sein soll, so voneinander abweicht?" Und er beklagte sich, dass die einen schlampig abgeschrieben, die anderen aus Unfähigkeit und die dritten aus Besserwisserei die Texte verändert haben. Schließlich übernahm er den Auftrag doch, und herauskam die "Vulgata", die bis heute gültige, meistverbreitete Bibelübersetzung, und nicht wenige werfen ihm vor, dass er dabei dieselben Methoden angewandt habe, die er bei seinen Vorgängern so heftig kritisierte. Sie weicht dann auch streckenweise von den erhaltengebliebenen Urschriften ab, in denen zum Beispiel Paulus ein völlig anderes Gesicht hat. Meist ist es der Stolz, der uns verblendet, und der uns am weitesten in die Gottesferne treibt!

Könnten wir doch wirklich demütig sein!

Echte Demut hat nichts mit Kniebeugen zu tun oder "zerknirschtem" Gemüt. Echte Demut, das ist das kindliche Leben, das sich Jesus so dringend von uns gewünscht hat! Es ist der Mut, all das loszulassen, was uns vermeintlich Sicherheit und Stärke gibt, all unser Recherchieren, Kalkulieren, Manipulieren und das ganze Kartenhaus unserer Gottgefälligkeit! De-mut ist schlicht und einfach der Mut, unsere Kleinheit und Unwissenheit zuzugeben und uns in die Arme des Vaters fallenzulassen mit dem unendlichen Vertrauen eines Kindes, das ganz genau weiß, dass es sich auf seinen Vater blind verlassen kann, dass ihm bei seinem Vater nie etwas passieren kann, und dass ihm sein Vater alles Wichtige in einfachen und verständlichen Worten sagt.

Jesu Worte müssen nämlich nicht "ausgelegt" werden, sondern "eingelegt", hineingelegt in unser Herz! Wir dürfen sie wörtlich nehmen, so wie Er sie gemeint hat, nicht Wort für Wort aus dem Zusammenhang gerissen, um dann den Sinn ins Gegenteil zu verkehren! Nein! In kindlicher Demut Jesu Heiligen Geist bitten, dass Er uns das rechte Verständnis Seiner Worte in unser Herz legt - sonst nichts!

Dogmen?

Jesus sagt deutlich, was Er davon hält:

"Ein Gebot gebe ich euch: Liebet einander, wie ich euch geliebt habe."

Jesus braucht noch nicht einmal die 10 Gebote, geschweige denn die vielen hundert des Judentums. Ihm reicht eines:

Liebe

Und das ist das Einzigartige an "Seiner" Religion, das "Seine" Religion so himmelweit über alle Religionen hebt, aber auch so unendlich schwer macht. So schwer, dass schon Seine Jünger nicht damit zurechtkamen, geschweige denn die in Seine Nachfolge getretene Christenheit. Sie kamen nicht zurecht mit der grandiosen Freiheit, die uns Jesus geschenkt hat, diesem: "Liebe - und dann tu, was du willst", wie es ein evangelischer Kirchenlehrer einmal formuliert hat.

Die Menschen waren - und sind es noch? - für diese Freiheit nicht reif. Sie brauchten anscheinend engere, sichtbarere Grenzen. Ähnlich wie bei der antiautoritären Erziehung, die deshalb nicht funktioniert, weil Kinder zwar liebende, aber doch klare Grenzen brauchen.

Und wir scheinen nach wie vor in den Kinderschuhen zu stecken, was das geistige Leben anbelangt. So wurden flugs Grenzen geschaffen und dem noch nicht flügge gewordenen Vogel so gründlich die Flügel gestutzt, dass es nur wenige schaffen, sich dieser Fesseln zu entledigen und sich unbeschwert in die Lüfte zu erheben. Lesen Sie einmal das Evangelium Jesu Christi genau. Sie werden darin nicht ein einziges Gebot finden, nicht ein einziges außer der Liebe, keinen sonntäglichen Kirchgang - den Sabbat bricht Jesus eh oft genug, kein Fasten - auch hier gerät Er mit den Pharisäern aneinander, kein Beichten, keine Almosen, keine Dogmen, nichts, noch nicht einmal das Gebet wird von Jesus zur Vorschrift erhoben! Nichts, gar nichts schreibt Gott uns vor, um ins "Himmelreich" zu kommen, nur eines:

Liebe, Liebe, Liebe!

Es gibt nichts anderes bei Jesus, und es wird nie etwas anderes geben! Denn diese Liebe schließt alles ein!

Noch ein Wort

"Was die Kirchen betrifft: die Menschen verändern fortwährend die Gestalt des Gottesdienstes und gründen neue Sekten, aber sie sind mit keiner zufrieden. Was wirklich not tut, ist nicht, dass wir neue Formen annehmen, sondern dass durch den Lebendigen Christus Ströme lebendigen Wassers durch uns zu fließen beginnen. Wenn das Wasser eines Flusses aus dem Himalaya-Gebirge die Ebene erreicht, dann graben ihm die Menschen Kanäle. Doch durch die großen Gebirge muss es sich selber durch Klippe, Fels und Tal den Weg bahnen, und niemand gräbt ihm einen Kanal. So nimmt auch das neue Leben seinen Weg zuerst durch das Leben der einzelnen Christen, und diese fühlen kein Bedürfnis, dafür Kanäle anzulegen; aber wenn es dann durch ganze Gemeinschaften strömt, dann sorgen sie für Kanäle oder Kirchen, damit sie ihre Bedürfnisse stillen. Zu der Zeit werden die von Menschen geschaffenen Sekten verschwinden, und es wird nur eine Kirche des Lebendigen Christus geben, und es wird sein, eine Herde und ein Hirte". (Joh. 10,16)

Sadu Sundar Singh

"Siehe, dies ist meine Lehre: Wer umkehrt und zu mir kommt, der ist meine Kirche. Wer auch immer mehr oder weniger als das verkündet, der ist nicht von mir, sondern ist gegen mich; darum ist er nicht von meiner Kirche."

LuB 10,67,68

Ich kann von ganzem Herzen sagen: "Ich bin Christ - einfach Christ". Und das wollen wir auch bleiben - Konfessionell bewusst ungebunden und doch anteilhabend an den Segnungen der Gemeinschaft spirituell denkender Menschen. Für uns gibt es die "Kirche Jesu Christi", im äußeren Sinne verstanden, nicht! Es gibt auch keine einzig wahre Kirche, es gibt auch nicht die wahre Kirche, sondern es gibt nur die eine wahre Kirche, ganz persönlich in unserem Herzen zu Jesus. Die Verbindung zu Ihm in Gemeinschaft zu zweit, zu dritt oder noch mehr.

Reporter: "Wenn diese Kirche (die Kath.) die Kirche des Herrn sein soll, sollte diese dann nicht anders aussehen?" Mutter Theresa: "Ja aber wer ist denn die Kirche? Das sind soch Sie und ich und alle anderen Menschen! Jesus braucht keine Paläste und Tempel. Braucht auch keine Kirchen und Gebäude. Er braucht jeden von uns und wir sind dann auch Seine Kirche - sonst nichts."

"Es ist daher auch eine eitle Frage, welche äußere, sichtbare Kirche unter den vielen, die Meinen Namen führen, die rechte sei. - Die Antwort darauf lautet und kann ewig nie anders lauten als: Gar keine! - Nur die Kirche im Herzen, das Ich gemacht habe, ist die alleinige rechte und vor der Hölle für ewig gesicherte; alles andere hat die Welt ausgeheckt, gehört ihr an und gilt vor Mir ewig nichts!Sonach sind auch die Schlüssel zu Meinem Reiche nur in der lebendigen, allein wahren Kirche, nie aber in irgendeiner kirchlichen Gemeinde oder bei deren Vorstande zu suchen. Was jemand dann aus dieser seiner eigenen, von Mir in seinem Herzen erbauten lebendigen Kirche für sich lösen oder binden wird auf der Erde seines Naturlebens und des Lebens seiner Brüder, das ist schon auch im Himmel gelöset oder gebunden, weil diese allein wahre Kirche ja schon der eigentliche Himmel selbst ist - oder noch deutlicher gesagt: Was immer jemand in und aus solcher seiner mächtigen Liebekirche verrichten wird, dass wird auch im Himmel verrichtet sein für ewig. Das sind demnach auch die rechten Schlüssel zum Himmelreiche, dass ihr Mich als euren heiligen wahrsten Gott und Vater erkennet, über alles liebet und eure Brüder und Schwestern wie euch selbst. Ist das bei euch der Fall, so habt ihr Petrum, die wahre Kirche voll ausgebaut und die echten Schlüssel zum Himmelreiche; alles andere ist eine Null! - Dies verstehet also wohl und lebet danach amen, amen, amen."

Jakob Lorber, HG3, 242, 11-13

"Lasset die äußere Kirche sein wie sie ist, und nehmet euch dafür ein Sinnbild an der Spinne, wie sie bei schönem Wetter ihre Fangfäden weit ausdehnt, um allerlei Getier ihrem Netze zu fangen zur Sättigung ihres grossen Bauches; wenn aber ein anderes Wetter im Anzug ist, so gibt sich zwar dieses Tier alle Mühe, ihr Machwerk vor der Zerstörung zu sichern, es kommen aber alsobald starke Winde von den Höhen und gewaltige Platzregen und machen ihrem Raubneste ein Ende! Blicket aber nun in die Ereignisse der Zeit, und Ich sage euch, ihr werdet alsobald gewahren, dass es also ist! - Ich aber stehe höher und tiefer denn jede Kirche! - Darum sehet auf Mich, die ihr Mich nun schon ein wenig erkannt habt in euren Herzen, dann werden eure Ohren nimmer belästigt werden von dem kirchlichen Zähnegeklapper. Denn die reine Liebe, welche die alleinige wahre Kirche ist durch den lebendigen Glauben und durch das lebendige Wort, klappert nicht!"

Jakob Lorber, HG1, 297, 8

Insbesondere die Mormonen, vergessen oft zu reflektieren, was sie sagen ("...einzig wahre Kirche", usw.) und vor allem, was sie damit im anderen bewirken. Sie schließen Probleme und Konflikte zwar theoretisch nicht aus, aber wagen es meist in der Praxis nicht. sich sachlich damit auseinanderzusetzen. Ich erlaube mir hier verallgemeinernd zu sagen: "Sie stehen nicht auf eigenen Füßen, weshalb sie auch den "negativen Realitäten" gegenüber geistig nicht stark bleiben können".

Die verborgene Angst, den Boden unter den Füßen zu verlieren, äußert sich in schutzsuchende, übertriebene Äußerungen und Verhaltensweisen - Neurosen! Jeder Mensch lebt seine Neurosen - mal kleiner, mal größer. Wir versuchen dadurch verborgene Angst zu komprimieren oder zu überdecken.

Das ist Verdrängung der eigenen Unsicherheit oder Verletzlichkeit! - Wir suchen Schutz!

Das Problem besteht also nicht in der zugrundeliegenden Motivation - Schutz zu suchen - ,sondern in der Wirkung der daraus resultierenden (extremen, hochmütigen, stolzen) Aussagen oder Taten auf unsere Mitmenschen!

Und da schließt sich wieder der Kreislauf: Selbstverantwortung!

Es gilt: Sensibel zu werden für das Empfinden anderer Menschen. Sich eigenen Ängsten öffnen. Vertrauen haben, auch wenn wir nicht mehr können. Nicht auf den Schwächen der Anderen herumhacken, sondern selbstzufriedener werden.

Wenn wir erkennen, dass jeder Mensch unser Bruder ist, dann sollten wir ihnen helfen - mit aller Liebe und Weisheit. Wenn wir das tun, dann, wird unser "Machen" gesegnet.

Der grosse indische Heilige, Gandi, wurde einmal von christlichen Missionaren gefragt, was sie denn tun können, um die Inder zum christlichen Glauben zu bekehren. Ghandi antwortete ihnen: "Sie kennen das Geheimnis der Rose, also duften Sie, meine Herren!"

Duften wir?

Oder wäre es besser, wir würden verduften, als ständig den anderen zu kritisieren, zurechtzuweisen, zu belehren, ihn mit unserer Allwissenheit zu beglücken, seiner Beschränktheit großzügig auf die Sprünge zu helfen? Könnten wir ihn nicht stehen lassen, dort wo er steht? Ihn akzeptieren? Seine Lebensweise, seine Sicht, seinen Weg als eine unter unendlich vielen Möglichkeiten sehen? Und mit "Duft" statt mit Gewalt zu bekehren?

"Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!"

Stünde Gott vor uns, würden wir "duften", warum begegnen wir dann denen so oft mit "Gestank", mit denen Jesus sich identifiziert? Warum nehmen wir Jesus nicht wörtlich? Unser Duft hätte die Welt schnell bekehrt ohne Worte, ohne Belehrung, ohne Kritik, ohne Streit, ohne Krieg! Wer stinkt, dem wird ewig der Modergeruch der Hölle in die Nase steigen, sein Gestank wird den Duft Gottes immer übertünchen! Wer duftet, wird auch den Duft Gottes in sich aufnehmen können, und er wird sehr schnell merken, dass kein Modergeruch dahineilt! Gott duftet - wir auch? Wie können wir duften, wenn wir eingepresst in moralische Zwinger immer und ständig Angst haben müssen, dass wir etwas falsch machen und deshalb auch nicht in den Himmel kommen? Darum ist es auch die größte Sünde aller Religionen, dass sie ein System der Angst aufgebaut haben, um Macht über die Menschen zu gewinnen und sie so zu "zwingen", ihre Vorschriften ernst zu nehmen! Dadurch mag es ihnen vielleicht gelingen, Menschen zu Gott zu führen, aber nur wenige können sich wirklich befreien!

Ja! Befreien!

Darum nämlich sind wir auf der Welt, uns zu befreien von allem, was uns von Gott trennt, uns wirklich frei zu machen für Ihn: "Was ihr auf Erden löset, das wird auch im Himmel gelöset sein!"

Befreien wir uns von der Angst und machen wir uns frei für Seine Liebe und für Seinen Willen. Er braucht jeden von uns. Er kann ohne uns auf Erden nichts tun! Er kann unser Gehirn sein, kann für uns denken, wenn wir uns wirklich frei machen für Ihn, aber wir müssen Seine Hände sein - und das ist dann der Himmel auf Erden, von dem Jesus spricht.

Glauben Sie mir, der Teufel wird alles versuchen, ein solches Gottesbild der Liebe zu verhindern?

Gott duftet!

Wir auch?


Kontakt: Jonas Daum

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